Brainstorming

Kreative Lösungen mit Design Thinking

Kreativ sein kann jeder irgendwie … Ob ideenreich, künstlerisch begabt oder freidenkend: Kreativität hat viele Gesichter. Aber was ist, wenn kreative Lösungen für eine ganz individuelle, komplexe Aufgabe benötigt werden? Brainstorming, Mindmapping und kreative Teamsessions sind gute Möglichkeiten, Ideen zu sammeln. Aber sind die daraus entstehenden Ideen auch umsetzbar? Wirtschaftlich realistisch und dazu noch relevant? Manchmal ja – aber häufig eben auch nicht. Ein Grund, warum sich Design Thinking immer größerer Beliebtheit erfreut!

Erst das Problem verstehen – dann lösen!


Design Thinking ist ein Konzept zur kreativen Problemlösung, das an der Stanford University entwickelt wurde. Mit diesem arbeiten inzwischen kleine wie große Kreativagenturen, Universitäten und Unternehmen. Es kann sowohl bei kleinen Herausforderungen wie bei großen Innovationsentwicklungen, die sich besonders am Kundenbedürfnis orientieren, angewandt werden. Design Thinker schauen immer zuerst durch die Brille des Kunden auf die Frage- oder Problemstellung. Sie wollen möglichst viel Empathie für den Kunden entwickeln – damit Lösungen entstehen, die sein Bedürfnis treffen. Effektive Maßnahmen neben der klassischen Recherche sind: 

  • Interviews führen & Experten befragen 
  • Bestehendes ständig hinterfragen 
  • Gut zuhören 
  • Bewusst beobachten 
  • Selbst ausprobieren
Mann vor Post-Its

Aktuellste Entwicklungen berücksichtigen

Häufig werden Ideen oder Problemlösungen aufgrund von Erfahrungen entwickelt. Erfahrungen sind aber immer rückwärtsgerichtet. Neue Ideen müssen jedoch auch in der Zukunft Bestand haben. Deshalb sollten aktuelle Entwicklungen wie Trends oder Technologien berücksichtigt werden. Ein ganz einfaches Beispiel: Ein langjähriger Kunde kommt zu seinem Schneider für Maßanzüge. Ist der Schneider ein Design Thinker, so fragt er ihn genau nach seinen Wünschen für den Anzug (Material, Farbe usw.) und nimmt immer wieder neu Maß, anstatt sich an den gespeicherten Maßen der Vergangenheit zu orientieren. So garantiert er, dass der neue Anzug dem Kunden passt und seinen aktuellen Wünschen entspricht.

Außergewöhnliche Ideen und Lösungen finden


Für umfassendere Fragestellungen sind idealerweise größere Teams zur Ideenfindung gefragt. Im Design Thinking Prozess werden möglichst heterogene interdisziplinäre Teams zusammengestellt: Frauen, Männer, verschiedene Generationen, kulturelle Unterschiede, verschiedene Expertisen. So wird die Fragestellung aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Am besten fließen die Gedanken und Ideen in einem „freien Raum“, der keine Ablenkung vom Thema bietet. Idealerweise mit viel Fläche, auf der Ideensammlungen angebracht und sortiert werden können, z. B. auf Whiteboards oder Flipcharts.

Schreibtisch im Büro

Alles kann

Im kreativen Prozess der Ideenfindung ist dann alles möglich: vom Brainstorming, Assoziationen und Perspektivwechsel über Analogien bis hin zu der Frage „Wie würde Superman das Problem lösen?“. Es soll völlig frei gedacht werden. Dabei gilt es:

  • Viele und verrückte Ideen zu finden. 
  • Ideen nie zu kritisieren, sondern weiterzuspinnen. 
  • Vieles zu visualisieren. 
  • Risiken einzugehen. 
  • Offen und im Team zusammenzuarbeiten. 
  • Scheitern zu dürfen.

Das Ergebnis geht über die Problemlösung hinaus


Design Thinking hat viele positive Effekte, nicht nur das fertige „Produkt“. Es fördert das unternehmerische Denken, stärkt die Kundenbindung und sorgt für zukunftsorientierte, langlebige Lösungen. In Unternehmen angewendet fördert Design Thinking ein besseres Kundenverständnis, die Weiterentwicklung der Mitarbeiter und die Teambildung über die Arbeitsteams hinaus. Es verhindert Silodenken und sorgt für beste Ergebnisse.

Außerdem macht Design Thinking einfach Spaß – probiert es aus!