Schnittschutz am Arbeitsplatz mit Schnittschutz an Hebelschneidemaschine

Schnittschutz – Schnittverletzungen am Arbeitsplatz vermeiden

Schreibtischjobs sind ungefährlich? Von wegen! Obwohl kaum jemand damit rechnet, kommt es in Büros und Agenturen häufiger als gedacht zu Arbeitsunfällen. Wahrscheinlich liegt sogar genau darin das Problem: Da Bürojobs als ungefährlich gelten, ist das Gefahrenbewusstsein nicht besonders hoch. Wenn die Alltagsroutine dazu kommt, schleicht sich schnell Unachtsamkeit ein. Da sind Arbeitsunfälle vorprogrammiert. Deshalb gilt: Auch im Büro solltet ihr das Thema Sicherheit nicht vernachlässigen.

Schnittverletzungen – schmerzhaftes Ärgernis

Bereits das Schneiden mit einem Stück Papier, gilt schon als Arbeitsunfall. Neben Stürzen gehören Schnittverletzungen tatsächlich zu den häufigsten Läsionen im Büroalltag. Potenzielle Gefahrenquellen für Schnittverletzungen im Büro sind:

  • Papier
  • Schere
  • Cuttermesser
  • Schneidemaschinen

Was ist ein Schnittschutz?

Schnittschutz kennt man eher aus dem handwerklichen Bereich. Wer mit Kettensäge, Kreissäge und Co. arbeitet, weiß: Auf die richtige Schutzkleidung kommt es an. Für die Arbeit mit großen Schneidewerkzeugen wie Sägen gibt es Schnittschutzkleidung, Sicherheitsschuhe und Sicherheitshosen. Schnittschutzhosen zum Beispiel sind aus einem besonderen Stoff, der mit seinen Fäden die Kettensäge in Sekundenbruchteilen blockiert, wenn diese mit ihm in Berührung kommt. Eine solche Hose kann eine Verletzung nicht zu 100 Prozent verhindern aber sie schränkt das Ausmaß ein. Bei der Arbeit mit einer Kreissäge wird ein Schiebeholz verwendet, um Verletzungen zu verhindern. Im Büro ist Schnittschutzkleidung übertrieben, aber es gibt dennoch ein paar Dinge, die ihr beachten könnt. 

 

 

Schnittschutz an Arbeitsgeräten 

Als Schnittschutz werden Vorrichtungen an Schneidewerkzeugen bezeichnet, die davor schützen sollen, dass man sich schneiden kann. Bei Hebel-Schneidemaschinen gibt es oft Schnittschutzblenden, die vor das Messer fahren. Wer viel mit Cuttermessern arbeitet, sollte Schnittschutz-Handschuhe tragen. Diese sind vor allem im Büro, in Kreativagenturen und in Verlagen von Nutzen, in denen viel mit Papier gearbeitet wird.

Es macht einen großen Unterschied, ob man sich mit einer Kreissäge schneidet oder am Papier ritzt. Aber auch kleine Schnitte sollten nicht verharmlost werden. Denn selbst die minimalste Wunde kann sich, ebenso wie alle anderen Schnittverletzungen entzünden, was dann sogar richtig gefährlich werden kann. Das Risiko ist zwar eher gering, dennoch sollte es nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wascht deshalb kleine Wunden am besten immer mit klarem Wasser aus. 

Schnittschutz im Büroalltag

Die Frage ist nun: Wie schützt man sich im Büro vor Schnitten mit Messer, Schere und Co.? So etwas wie Schutzkleidung gibt es hier nicht. Deshalb ist in erster Linie Achtsamkeit gefragt. Damit schützt ihr nicht nur euch selbst, sondern auch eure Kollegen. 

Die wichtigsten Regeln im Umgang mit Schneidewerkzeugen im Büro sind:

 

  • Scheren und Cutter nie offen liegen lassen: Die Klinge beim Cutter einfahren und die Schere schließen. Legt Schneidewerkzeuge auch niemals mit einer offenen Klinge in Schubladen!
  • Schneidewerkzeuge nach dem Verwenden zurück an ihren Platz legen und nicht einfach herum liegen lassen. Das hat außerdem den Vorteil, dass euer Büro gleich viel aufgeräumter ist.
  • Wenn ihr mit dem Cuttermesser arbeitet, verwendet eine rutschsichere Schneideunterlage. 
  • Achtet darauf, dass eure Schneidemaschine sicher steht und nicht wackelt oder kippelt – dann könnt ihr auch viel sauberer arbeiten.
  • Achtet bei der Arbeit mit dem Aktenvernichter darauf, dass Kleidung, Haare oder Schmuck nicht mit eingezogen werden können.

 

 

 

Das richtige Werkzeug macht den Unterschied

Achtsamkeit ist nur eine Methode um Schnittverletzungen im Büroalltag zu vermeiden. Wichtig sind auch der Einsatz und vor allem die regelmäßige Wartung der Schneidewerkzeuge. Deshalb empfiehlt es sich in gutes Werkzeug zu investieren und die Klingen regelmäßig zu überprüfen. Mit einer abgenutzten Schere oder einem stumpfen Cutter passiert es schließlich viel schneller, dass man abrutscht und sich verletzt. Das Dahle Sortiment bietet besonders langlebige Scheren und Cutter – die präzise für saubere Schnittflächen und glatte Kanten sorgen. Bei Cuttern solltet ihr darauf achten, dass sie über eine Messerführung mit hoher Stabilität verfügen und das Messer feststellbar ist. 

Aber achtet nicht nur auf das Schneidewerkzeug, sondern auch auf die Unterlage. Rutschfeste Schneidematten mit schnittfestem Kern erleichtern das Arbeiten und sind besonders sicher. Besonders praktisch ist auch die Kombination aus Schneidematte, Lineal und integrierter Schneidevorrichtung die genaues und schnelles Zuschneiden von Papier ermöglichen.

Achtet bei der Wahl eures Schneidewerkzeuges darauf, dass nicht jedes Schneidewerkzeug für jedes Material geeignet ist. Bei Papier kommt es auch immer auf die Menge und die Dicke des Materials an. Wenn ihr viel Papier auf einmal schneiden müsst, empfiehlt sich eine Hebelschneidemaschine. Diese sind meist mit einer Sicherheitsautomatik ausgestattet, welche verhindert, dass ihr euch überhaupt schneiden könnt. 

Sicher arbeiten

Sicherheit ist übrigens auch ein Thema, dss per Gesetz am Arbeitsplatz beachtet werden muss. Das Arbeitsschutzgesetz soll die Sicherheit und Gesundheit von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz gewährleisten. Ganz Egal ob im Labor, in der Fabrik, auf der Baustelle oder eben im Büro – sichere, gesunde und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sollen in jedem Umfeld gegeben sein. Geregelt sind Themen wie Erste Hilfe, Unfallvermeidung ebenso wie die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Mehr zum Thema erfahrt ihr in unserem Artikel zum Thema Arbeitssicherheit.